Kompetent für die Zukunft mit BNE
Den ausschlaggebenden Impuls zur Neuorientierung der klassischen Umweltbildung gab der Erdengipfel 1992 in Rio de Janeiro. Das im Brundtland-Report von 1987 fixierte Leitbild „Nachhaltige Entwicklung“ mündete in der Agenda 21, die von 178 Staaten verabschiedet wurde. Es gilt, die ökonomischen und sozialen Lebensbedingungen der Menschheit zu verbessern, und zwar im Einklang mit der langfristigen und dauerhaften Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen. Nachhaltige Entwicklung kann jedoch nicht von oben nach unten diktiert werden. Vielmehr erhält Bildung in diesem komplexen Zukunftskonzept einen besonderen Stellenwert: Damit die Menschen die Entwicklung eigenverantwortlich mitgestalten und verantwortungsbewusst und vorausschauend entscheiden und handeln können, bedarf es Fachwissen, Wissen um Zusammenhänge und Kompetenzen. BNE hat das Ziel, diese zu vermitteln. Bildung für nachhaltige Entwicklung mündet in der Erkenntnis, dass das Handeln des Einzelnen Auswirkungen mit möglicherweise negative Folgen für viele Andere haben kann, aber wir in der Lage sind dies aktiv zu ändern – wir müssen nur bei uns selbst anfangen...
BNE: Die richtige Synthese aus Inhalt und Methode
![]() |
BNE-geeignet sind alle Themen, die einen Alltagsbezug und Bedeutung für die Lerngruppe haben. Themen, die von längerfristiger Bedeutung sind, eine ökologische, soziale, ökonomische und globale Dimension besitzen. Themen, die Möglichkeiten des Mitwirkens und des Handelns bieten und Kooperationspartner einbinden können. Dabei werden Kompetenzen vermittelt wie z. B. interdisziplinäres und problemorientiertes Analysieren, vorausschauendes und weitsichtiges Denken und Planen, interkulturelle Verständigung und Zusammenarbeit, Reflexion über eigenes Verhalten, eigene Wünsche und Ziele sowie Freude am Engagement für nachhaltige Lebensformen.Durch die thematischen Schwerpunkte innerhalb des Bildungsangebotes (Wasser, Klima, Ernährung, Wald, Biosphäre, Bienen und Mobilität) werden Anreize geschaffen, Nachhaltigkeit praktisch zu erleben und eigenständig umzusetzen. An den Projekten wird Gestaltungskompetenz in den unterschiedlichsten Ausprägungen vermittelt und verständlich gemacht. Die Perspektivenwechsel und Anregungen wirken auch in das soziale Umfeld unserer Gäste hinein (Lehrkräfte und Erzieherinnen diskutieren die Ansätze im Kollegenkreis; Kinder und Jugendliche mit ihren Freunden und Familien). |







