Lern- und Erlebnisangebot 5: Wald
Für Grundschüler (ab 3.Klasse)
Bei den Modulen „Etwas anderes“ oder „Was ist für Dich was Schönes?“ bauen die Kinder ihre ganz eigene Beziehung zum Wald auf. Denn in Kleingruppen sollen sie Dinge mit bestimmten Eigenschaften im Wald finden. Etwa kalte, kleine, grobe, bunte, leichte oder zarte Dinge, oder Dinge, mit denen man ein Geräusch machen kann. Die gesammelten Schätze werden der Klasse präsentiert, individuelle Vorlieben und Unterschiede werden deutlich. Zwecks „Baumbestimmung“ geht’s wieder in den Wald, diesmal zum Sammeln von Baumzweigen. Anhand von Arbeitsblättern werden die häufigsten Baumarten des Bliesgaus vorgestellt und bestimmt, nämlich Buche, Eiche, Esche, Ahorn und Birke. Weil der Wald uns Menschen immer wieder als Kulisse für Phantasien und Sehnsüchte dient, werden die Kids bei „Der röhrende Hirsch“ oder „Den Wald mit seinen Bildern sehen“ kreativ: Im Zeitschriften-Blätterwald suchen sie geeignete Vorlagen für eine Collage mit Motiven wie z. B. Waldspaziergang / Urwald / der unheimliche Wald / mein Freund der Baum / Lebensbäume / Bäume im Dorf und in der Stadt.
Für die Sekundarstufe I:
Im Fokus steht die „Nachhaltige Forstwirtschaft“, wie sie auch bei uns in Deutschland praktiziert wird. Am Beispiel von „Precious Woods“, einem führenden Unternehmen im Bereich nachhaltiger Bewirtschaftung und Nutzung von Tropenwald, werden die Prinzipien der Nachhaltigkeit – ökologisch, ökonomisch, sozial – überprüft. Wieso ist eine nachhaltige Forstwirtschaft für den tropischen Regenwald überlebenswichtig? Was bedeutet die Verantwortungsübernahme durch ein Unternehmen? Das Lernangebot „Regenwald, oder was?“ gibt Denkanstöße und Handlungsimpulse für eine zukunftsfähige Nutzung des Regenwalds. Der weit entfernte Naturraum „Tropischer Regenwald“ landet in Stücken bei uns: Papiertaschentücher, Hamburger, Lippenstift, Schokolade – Beispiele für unseren alltäglichen Regenwaldkonsum. Die Jugendlichen erfassen die Zusammenhänge von Konsumverhalten und (un-)fairen Handelsbeziehungen zu anderen Lebensräumen und Kulturen.
Arbeitsweise:
Kleingruppenarbeit, Internetrecherche (SEK I),
Ergebnispräsentation vor der Klasse
BNE-Bezug:
Im Verständnis einer Bildung für nachhaltige Entwicklung bietet der Wald mehr Perspektiven als ausschließliche Naturerfahrung und ökologische Betrachtung. Ursprünglich stammt der deutsche Begriff „Nachhaltigkeit“ aus der Forstwirtschaft des 18. Jahrhunderts. Er bezeichnet diejenige Form der Waldnutzung, bei der nur so viel Holz eingeschlagen wird, wie unter natürlichen Bedingungen nachwächst. Dieses Prinzip ist in der bundesdeutschen Forstgesetzgebung verankert und bedeutet ein Stück Zukunftsverantwortung.
Referenz:
Edition Spohns Haus: Wald – Reservoir des Lebens






